Zufriedene Gesichter im Ziel und viel Vorfreude auf die 2. Röhrl-Klassik 2023

Strahlende Gesichter der Teilnehmer, die mit der Sonne wetteiferten, wunderschöne Porsche-Oldtimer, die von den Fans bejubelt wurden – die Stimmung war riesig im Ziel der 1. Röhrl-Klassik auf dem Marktplatz in Göhren-Lebbin. Nach drei Tagesetappen durch wunderschöne Landschaften in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit spannenden sportlichen Aufgaben ist die erste Ausgabe der Röhrl-Klassik nun Geschichte.

Was bleibt sind Erinnerungen an schöne Alleen, wunderbare Sehenswürdigkeiten bis hoch zur Ostsee, hochwertige, teilweise knifflige Aufgabenstellungen, spektakuläre Überraschungen wie den Überflug der Teams mit der historische Boeing Stearman und eine durchgängig gute Stimmung. Initiator Konrad Delius, Verleger des Delius Klasing Verlages, konnte auf eine gelungene Rallye-Premiere seines Verlages blicken. Zum 111. Jubiläum gab es erstmals eine Oldtimer-Rallye an der nur Porsche-Fahrzeuge teilnehmen durften, analog dem Alter des Verlages genau 111 Exemplare. Zugelassen waren alle luftgekühlten Modelle und dazu die die sogenannten Transaxle-Modelle, die Vielfalt der Fahrzeuge war beeindruckend. Konrad Delius sagte: “Uns persönlich hat es viel Spaß gemacht und wir hatten eine sehr gute Resonanz. Ich habe das Gefühl, dass alle begeistert sind, besser kann man es kaum machen. Wir planen auf jeden Fall weiter und suchen schon jetzt einen Termin für nächstes Jahr.“

Ja, die Welt brauchte eine Röhrl-Klassik

Namensgeber Walter Röhrl war von der Idee, eine Rallye nach ihm zu benennen nicht sofort begeistert: „Ich hatte lange überlegt, ob die Welt eine Röhrl-Klassik braucht. Jetzt bin ich froh, dass ich zugestimmt habe und mit dabei bin. Hier bin ich drei Tage mit Menschen zusammen, die sich alle für Oldtimer und insbesondere die von Porsche interessieren.“ Im Ziel sah er seine positive Entscheidung bestätigt, relativierte aber: „Ich habe zu dieser Veranstaltung ja nichts beigetragen, es gibt aber zwei Leute, denen man danken muss. Auf der einen Seite ist es Konrad Delius, der das mit seinem Verlag durchgeführt hat und andererseits Peter Göbel und seine Truppe, die das alles so toll organisiert haben. So wie das hier abgelaufen ist, so stellt man sich eine Veranstaltung vor. Die Region hier oben war mir vollkommen unbekannt, sie ist wunderschön. Es gibt hier Alleen, wie man sie sonst nirgends auf der Welt findet. Und die weiten Felder, man kann fast sagen, halb Bayern passt da in ein Feld. Es war sehr beeindruckend und ich bin froh, dass ich hier war.“

Heimatkunde für Hinnerk Schönemann

Als Lokalmatador war Hinnerk Schönemann am Start, der Schauspieler lernte seine Heimat neu kennen und sagte: „Es war eine absolute Auszeichnung für mich, hier dabei sein zu dürfen. Wir sind durch Gegenden meiner Heimat gefahren, die kannte ich nicht, und dass, obwohl ich schon seit 48 Jahren hier wohne. Mit meiner Frau werde ich einen Teil der Strecken nochmals befahren. Die sind so wunderschön und ich kenne sie nicht, ich bin einfach baff. Diese vielen verschiedenen Porsche-Oldies zu sehen war sehr faszinierend. Und ich durfte dieses geniale Auto hier fahren, den 964 Clubsport RS von 1992. Jetzt würde ich gerne nochmal drei Tage weiterfahren.“

Mit einem stimmungsvollen Gala-Abend fand die 1. Röhrl-Klassik einen würdigen Abschluss. Neben den Ehrungen für die Sieger und Platzierten und der Verlosung wertvoller Preise unterhielt der englischen Singer-Songwriter und aktive Motorsportler Joseph Kotrie-Monson die Teams mit einer Gesangseinlage. Als Teilnehmer der Veranstaltung hatte er das Lied: „Take me home, country roads“ umgedichtet und seinem Idol Walter Röhrl gewidmet. Den Refrain „bring it home Walter Röhrl“ sang der gesamte Saal mit.

Wunderschöne Fahrten von Donnerstag bis Samstag

Die Auftaktetappe am Donnerstag führte rund um den Müritz-See und den dortigen Nationalpark. Das Highlight waren die beiden Aufgaben auf dem Flughafen Lärz. Die Neuerfindung des OrganisationsTeams um Peter Göbel mit der Aufgabenstellung ‚Bunte Pylonen‘ sorgte für manch sehenswerten Tanz um diese. Bei der anschließenden Parallel-Prüfung auf der Start- und Landebahn wurden die Teams von einer historischen Boeing Stearman überflogen, der Doppeldecker begeisterte die Fans noch mit einigen Kunstflugeinlagen.

Die Freitagsetappe führte dann hoch in den Norden zum ‚Seeluft schnuppern‘ im Hafen von Ribnitz-Dammgarten. Die Teilnehmer genossen die Landschaften in der Mecklenburgischen Schweiz, die Durchfahrten im Hafen von Demmin, der Marina Lotz oder in Krakow am See. Was vor allem begeisterte, waren die vielen Fans an den Strecken, die den Porsche-Teams zujubelten. Zum Finale ging es am Samstag gen Süden nach Brandenburg. Der Marktplatz von Wittstock/Dosse und Gut Hesterberg mit einer „Super Geheimen“-Prüfung waren einige der Höhepunkte auf dem Weg in die Mittagspause im Ziegeleipark Mildenberg. Die letzte Etappe führte durch Flecken-Zechlin, bescherte ‚rutschige Verhältnisse‘ auf der Gleitfläche auf dem Verkehrsübungsplatz Linowsee und sorgte auf dem Flugplatz Lärz für einen erneuten Tanz um die bunten Pylonen. Mit der Zielankunft auf dem Marktplatz von Göhren-Lebbin endete dann die erfolgreiche Premiere der 1. Röhrl-Klassik – und sie macht Lust auf mehr.

Die sportliche Wertung ging an das Team von Nord-Ostsee-Classics mit Gerd Lambert und Michael Loerke im ihrem Porsche 911 SC Targa von 1979. Zweite wurden Jascha Alexander und Stephanie Jacobs (Scuderia Theotmalli) im Porsche 911 T 2.2 Targa von 1970. Das Podium komplettierten Georg Weidmann / Curt Bloss (Swissvax) im Porsche 911 Turbo Coupé von 1981.

Text: Jürgen Hahn


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