Schöne Landschaft, nette Menschen und Seeluft prägen den zweiten Tag

Tag zwei der 1. Röhrl-Klassik führte die Teams bis an die Ostsee. Mit gut 350 Kilometern absol-vierten die Teilnehmer auch die längste Etappe der dreitägigen Premiere dieser Klassik-Rallye. Auf den wunderbaren Strecken im Norden Mecklenburg-Vorpommerns warteten viele Fans auf die Porsche-Oldtimer. Lokalmatador Hinnerk Schönemann war positiv überrascht, „ich habe nicht geglaubt, dass diese Rallye hier auf so viel positive Resonanz stößt. Die Menschen hier sind ansonsten eher für ihre Zurückhaltung bekannt. Heute war riesig was los, wir wurden überall äußerst freundlich empfangen. Wir sind an einem Seniorenheim vorbeigefahren, dessen Einwohner uns mit Musik und viel Jubel begrüßt haben.“ Der Schauspieler ergänzte: „es ist alles absolut traumhaft, eine Auszeichnung unter all den schönen Porsche mitfahren zu dürfen. Dank Peter (Göbel) lerne ich meine Heimat neu kennen, gut 90 Prozent der Strecken habe ich bislang noch nie gesehen.“

Auch Namensgeber Walter Röhrl hat viel Freude an ‚seiner‘ Röhrl-Klassik. „Die Strecken waren heute etwas offener und flüssiger als gestern, da kamen wir mehr zum Fahren. Dieses Starterfeld aus 111 verschiedenen Porsche-Oldies ist sehr homogen, das sorgt für gute Stimmung im Feld. Und die Landschaft ist einfach wunderschön. Der Überflug mit dem Doppeldecker gestern über unsere Autos auf dem Flughafen Lärz war ein absolutes Highlight, so etwas habe ich noch nie erlebt. Wahnsinn, was sich das Team vom Peter immer wieder einfallen lässt.“

Gleich nach dem Start um 08.30 Uhr auf dem Marktplatz in Göhren-Lebbin führte die Strecke nach Malchow, der Inselstadt mit ihrer berühmten Drehbrücke. Ein Meisterwerk der Verkehrstechnik, das – wenn man denn warten muss, da sie für die Passage der Schiffe geöffnet wird – für Kurzweil beim Warten sorgt. Die folgende Landschaft in der Mecklenburgischen Seenplatte ist geprägt von Alleen, die sich sanft durch die hügelige Landschaft schlängeln und durch ursprüngliche Dörfer und vorbei an stolzen Schlössern und Gutshäusern führen. Die Mecklenburgische Schweiz beheimatet eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands – kein Wunder also, dass die alten DDR-Eliten vor der Wende hier ihre Jagdgebiete hatten.

Porsche-Oldies in der Stadt des Motorsports

Die erste große Durchfahrtskontrolle fand auf dem Marktplatz von Teterow statt. Bürgermeister Andreas Lang überreichte den Teilnehmern persönlich Informationen über seine Stadt. „Wir finden es klasse, dass wir als Stadt des Motorsports ein Haltepunkt der Röhrl-Klassik sein dürfen. Das ist eine Aufwertung für uns und wir begrüßen alle Teilnehmer und Fans später gerne wieder bei uns. Schließlich ist unsere Grasrennbahn für Motorrad-Rennen und Rallyes die schönste in Europa.“ Mit Prüfungen im Hafen von Demmin – hier durfte sich Walter Röhrl ins Goldene Buch der Stadt eintragen – und der Marina Loitz, hier rollten die Oldtimer an der Hafenkante vorbei am alten Kornspeicher, ging es weiter Richtung Mittagspause. Dabei führte der Weg durch malerische Alleen und über sehr gut erhaltene Plattenwege. Zu Mittag trafen sich dann alle Teams im winzigen Ort Landsdorf im gleichnamigen Gutshaus. In dem historischen Gebäude sorgten die Betreiber für das leibliche Wohl der Oldtimer-Gemeinde.

Die 1. Röhrl-Klassik schnuppert Seeluft.

Vorbei an dem Vogelpark Marlow führte die Strecke dann gen Norden Richtung See. In Ribnitz-Damgarten gab es einen der begehrten DK-Stempel – und den dank einer Ausnahmegenehmigung direkt an der Strandpromenade im Hafen. Die gastgebende Doppelstadt hat eine Besonderheit: Der Stadtteil Riebnitz liegt in Mecklenburg und Damgarten in Vorpommern, getrennt nur durch den kleinen Fluss Regnitz. Bernsteinkönigin Sophia überreichte Geschenke und Infos über die Stadt, während Christine Lohrmann von Tourismus und Stadtmarketing erläuterte, „als Bernsteinstadt freuen wir uns sehr, dass diese Oldtimer-Veranstaltung bei uns Station macht. Dazu zeigen wir uns an unserer Strandpromenade von unserer schönsten Seite.“

In Dänschenburg war der Bär los

Die anschließende Wertungsprüfung in Dänschenburg war eine der bestbesuchtesten auf der Freitagsetappe. Auf dem Sportplatz steppte der Bär, die begeisterten Fans empfingen die Teams in einem langen Spalier von Viererreihen. Bis zur nächsten Durchfahrtskontrolle im historischen Ortskern von Krakow am See lohnte sich die Fahrt besonders, denn hier kamen die Cruiser unter den Teilnehmern voll auf ihre Kosten: Genussvolles Autofahren durch schöne Landschaften, durch unendliche Alleen und durch eine berauschende Wiesen- und Moorlandschaft. In Krakow am See freute man sich dann besonders auf den Besuch der historischen Porsche-Fahrzeuge samt ihren Besatzungen. Auf der normalerweise für Autos gesperrten Uferpromenade am Krakower See gab es ein kleines Straßenfest mit Live-Musik.

In der Übernachtungspause nach der Ankunft in Göhren-Lebbin können die Teilnehmer nun die Eindrücke des zweiten Rallye-Tages verarbeiten. Am Samstag, pünktlich ab 08.00 Uhr geht es dann auf die abschließende Etappe in Richtung Brandenburg.

Text: Jürgen Hahn
Fotos: Lena Willgalis / Röhrl-Klassik

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