Etappe 1 und 2 – Donnerstag 04.09.2025 – „Zurück ans Meer“
Vier Jahre nach der Premiere in Mecklenburg-Vorpommern an der Ostsee kehrt die Röhrl-Klassik ans Meer zurück – dieses Mal ans schwäbische im tiefen Süden.
Vor dem Festspielhaus in Bregenz geht das Porsche-Feld am Donnerstag, den 4, September um 14 Uhr auf dem Platz der Wiener Symphoniker auf die Reise zur AvD-Röhrl Klassik 2025, überquert zügig die Grenze nach Deutschland und legt am Hutmuseum in Lindenberg den ersten Stopp ein, bevor sie in der Altstadt von Wangen eine der schönsten Durchfahrtskontrollen am sehenswerten Rathaus ansteuert.
Sportlich spielt sich das Geschehen komplett im Agrarsektor ab, wo die Teams einen tiefen Einblick in die hiesige Landwirtschaft bekommen. Nach Umrundung eines Hofes auf dem Pfänder geht es in der Staudach-Mühle direkt durch die Abfüllanlage und anschließend auch noch durch den Rilling Hof. Und auf dem Rössler-Hof bei Weingarten gibt es nicht nur Strafpunkte, sondern auch Präsente für die Teams.
Bitte nicht vorzeitig naschen! Nach gut drei Stunden Fahrt auf der 124 Kilometer kurzen Aufwärmetappe bittet schließlich das Dornier-Museum in Friedrichshafen zum Abendessen. Bei einer Pause von rund eineinhalb Stunden bleibt neben der körperlichen Stärkung genug Zeit, für einen Rundgang durch die Flugzeugausstellung, denn gespeist wird mitten in der Ausstellung, zum Teil unter den Exponaten, die an der Decke hängen.
Auf der zweiten Etappe geht es über knackige 37 Kilometer durch Apfelplantagen und Hopfenfelder zum Etappenziel nach Lindau, wo sich an der Promenade neben dem Hafen der Sonnenuntergang bewundern lässt.
Etappe 3 – Freitag 05.09.2025 – „Und am Ende der Straße liegt ein Haus am See„
Vom Festspielhaus Bregenz bis zum Festspielhaus Füssen stellt die AvD-Röhrl-Klassik einen neuen Rekord auf: Vier Grenzübertritte auf einer Etappe.
Nach dem Frühstück schlägt sich das Feld ab 8:30 sofort in die Büsche, beziehungsweise Berge. Die erste Kontrolle wartet in Alberschwende auf die Teams. Von dort führt die Strecke über eine schöne Hochebene, es geht über Hittisau nach Balderschwang. Am Hotel Torghele’s gibt es einen kurzen Stopp mit einem Gruß aus der Küche. Dann machen die Teilnehmer wieder Höhenmeter. Auf 1407 Metern über dem Meer überqueren sie den Riedbergpass, Deutschlands höchste Passstraße.
Nach einer Schleife über Sonthofen mit seinem schönen Marktplatz nimmt das Feld mit dem 1178 Meter hohen Oberjoch die nächste Passhöhe. Hohe Stelle, hohe Aufgabe: Hier steht die berühmt-berüchtigte „Bunte-Pylone“-Prüfung auf dem Programm. Es wäre irreführend zu behaupten, es ginge hinunter ins Tannheimer Tal, denn die alte Salztransportstraße von Hall Richtung Bodensee liegt ebenfalls um die 1100 Meter hoch.
Über Pfronten geht es nach Füssen. Zuerst durch die Altstadt mit einem Stopp am Stadtbrunnen unweit des Rathauses. Von dort geht es weiter zum Festspielhaus, wo der Mittagstisch gedeckt ist. Der mondäne Neubau liegt am Forggensee, dem mit 15,2 Quadratkilometern größten Stausee Deutschlands. Bei schönem Indianersommerwetter lässt sich das Essen nicht nur auf der Terrasse einnehmen, sondern auch mit Blick hinüber auf das frisch zum Weltkulturerbe erklärten Schloss Neuschwanstein.
Etappe 4 – Freitag 05.09.2025 – „Voralpentraum“
Hübsche Dörfer und viel Landschaft wartet auf die Teams bei der Rückreise durchs Allgäu zum Bodensee.
So kann es gehen: Der Hopfensee ist ein Relikt der letzten Eiszeit und ausgerechnet jener zwei Kilometer lange Schmelzwassertümpel gilt wegen seiner landschaftlichen Schönheit heute als „Schwäbische Riviera“. Der See ist nur zehn Meter tief und wärmt sich bei gutem Wetter so schnell auf, dass er bereits im Mai zum Baden einlädt.
Aber dazu ist keine Zeit, denn in Seeg wartet man schon darauf, den Porsche-Besatzungen Honig ums Maul zu schmieren. Das Dreitausend-Seelendorf im Ostallgäu gründete 1902 den ersten deutschen Bienenzuchtverein und nennt sich seitdem „Honigdorf“. Gehalten wird vor der Bäckerei Jost.
Die automobilen Schätze werden anschließend in Oberstaufen am Osterbrunnen halten, Tourismus und Bürgermeister freuen sich schon auf den Besuch von Röhrl & Co. Direkt daneben liegt das Anthony’s Auktionshaus. Den Antiquitätenladen neben dem Brunnen der Schlossstraße führt Wolfgang Pauritsch, regelmäßigen Guckern von „Bares für Rares“ als kundiger Händler bestens bekannt.
Auf gewundenen Pfaden geht es mit dem fünften und letzten Grenzübergang des Tages zurück nach Österreich, wo sich hinter Eichenberg ein großartiger Panoramablick auf den Bodensee bietet. Schloss Hofen dient als Etappenziel, das Finale des Tages aber ist ein Korso durch Bregenz. Erstmals wird aus der AvD-Röhrl-Klassik auf dem ansonsten unbefahrbaren Kornmarkt eine Versammlung unter dem Motto: „Oldtimer sind nachhaltig.“
Etappe 5 – Samstag 06.09.2025 – „Geisterdorf und Hüttentraum„
Auf dem Flexenpass erklimmt die AvD-Röhrl-Klassik das diesjährige Dach der Tour. Hoch hinaus geht es aber auch bei der Mittagsrast.
Nach fünf Grenzübertritten am Vortag bleibt die Röhrl-Klassik am finalen Samstag in Österreich, wo sie zügig auf 800 Höhenmeter klettert, um sich in der Bergkäserei in Schoppenau einer Käseverkostung zu widmen. Jede Stärkung ist willkommen, denn mit dem 1676 Meter hohen Tannbergpass steht eine Bergwertung der höchsten Kategorie auf dem Programm. Aber es geht noch höher hinaus: Nachdem das Porsche-Groupetto in Warth nach Süden abbiegt, passiert es Zürs, eine Wintersporthochburg, die allerdings im Sommer komplett verrammelt als Geisterdorf am Wegesrand liegt.
Auf dem Flexenpass erreicht das Feld mit 1773 Meter das diesjährige Dach der „Tour de Röhrl“. In Stuben am Arlberg freut man sich schon auf den passionierten Radfahrer, Skisportler und Autoenthusiasten Röhrl. Man sieht sich als Motorsporthochburg. Einige Wochen zuvor stürmen um die 200 Autos die gesperrte Bergrennstrecke hinauf.
Im nahen Bludenz rennt man an diesem Samstag zu Fuß, daher umkurvt der Tross den Marathon im Ortskern und biegt ab ins Brandner Tal, an dessen Ende gleich die nächste Röhrl-Klassik-Premiere auf dem Programm steht: Ausnahmsweise rollen die Teilnehmer nicht auf Achse zur Mittagspause, sondern nehmen vom Parkplatz der Palüd-Bergbahn die Gondel hinauf zum Bergrestaurant Goona, wo auf 1608 Metern der Tisch gedeckt ist.
Etappe 6 – Samstag 06.09.2025 – Kekskrümel und Sägemehl
Zum Finale Furioso überquert die AvD Röhrl Klassik zwei weitere Pässe und belohnt sich auf dem Heimweg mit einem tollen Blick ins Rheintal.
Bei klarem Wetter soll der Blick von der Palüd-Bergstation bis in die 3000er des Silvretta Massivs reichen, aber die ersten Teams müssen sich vom Bergpanorama gegen 13:10 Uhr losreißen, es gibt ja noch so viel mehr zu sehen und zu genießen. Zum Beispiel frisch gebackene Kekse im Café von Xaver und Sabine in Raggal oder eine Prüfung am Samstag in „Sonntag“. Im 600-Seelendorf im großen Walsertal geht es mitten durchs Sägewerk Erhart, wo der örtliche Motorsportclub zur Porsche-Parade sogar eine große Party plant.
Über das 1486 Meter hohe Faschinajoch führt der Weg noch einmal deutlich weiter hinauf. Das Furkajoch, sonst ein Motorrad-Hot-Spot empfängt die Röhrl Klassik mit einem weiteren großen Berg-Panorama. Von 1759 Metern über dem Meer steuern die Starter ihre Autos durchs Laternsertal mit beeindruckendem Blick ins Rheintal zurück zum Bodensee.
Das Duo Röhrl und Geistdörfer mit der Startnummer 1 sollte gegen 15:30 am Ziel vor dem Bregenzer Festspielhaus einlaufen, wo das Feld sich passend zum Thema auf dem Platz der Wiener Symphoniker zum letzten Gruppenbild aufreiht. Danach heißt es Aufbrezeln zur Abendgala, wo Veranstalter Peter Göbel die kürzeste Siegerehrung aller Zeiten verspricht und ein Fest mit vielen Überraschungen.
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