Auf ein Neues – Schmallenberg freut sich auf Walter Röhrl und 170 historische Porsche

Die fünfte Röhrl-Klassik kehrt zurück ins Sauerland. Vom 02.-05. September wird Schmallenberg der neue Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung.

Es könnte eine Verneigung vor dem Bundeskanzler sein, der im Hochsauerland geboren wurde und hier seinen Wahlkreis hat. Es ist aber schlicht der große Erfolg der AvD-Röhrl-Klassik, der das Plusrallye-Team bewog, 2026 ins Sauerland zurückzukehren. Nach dem Teilnehmeransturm des Vorjahres und dem Rekordfeld von 170 Autos bei der vierten Ausgabe soll das Feld der fünften AvD-Röhrl-Klassik nicht kleiner werden, und das wurde bei der Recherche nach einem neuen Austragungsort kurzfristig zum Problem. Gleich zwei anvisierte und interessierte Regionen mussten passen, weil es entweder nicht genug Zimmer oder keinen passenden Ort mit entsprechendem Fassungsvermögen für die Abschlussgala gab.

Es war nur eine kleine Durchfahrtskontrolle samt Prüfung geplant, aber der Zuschauerandrang war unglaublich. Die Weststraße führt nicht nur entlang des schönen Ortskerns, sie lässt sich auch gut nutzen für die kommende 5. AvD-Röhrl-Klassik. Vom 02.-05.09.2026 können sich die Fans historischer Automobile auf das rollende Museum freuen. Mit der Nummer 1 ist natürlich wieder Walter Röhrl unterwegs. Und auch Schauspieler Hinnerk Schönemann hat seine Teilnahme angekündigt.

Auf der anderen Seite meldete sich nach dem großen Erfolg der dritten Ausgabe in Winterberg der Nachbarort Schmallenberg und lud die AvD-Röhrl-Klassik ein. Schon vor 1000 Jahren rund um ein Kloster und eine Schutzburg erbaut, war die Stadt im Mittelalter ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Teil der Hanse. Nach diversen Kriegen und trotz zweier schwerer Brände präsentiert sich die Stadt heute dennoch als echtes landestypisches Schmuckstück in Fachwerk und Schiefer und klassizistischen Bauten aus dem frühen 19. Jahrhundert. In den vergangenen Jahrzehnten nahmen diverse Ortschaften am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teil. Vor wenigen Jahren erhielten neun Dörfer im Stadtgebiet den Status „Bundesgold“, ein bundesweit einmaliger Rekord.

Nahbar wie immer: Rallye-Weltmeister Walter Röhrl musste sich nicht bitten lassen, das Gruppenfoto mit Bürgermeister und dem Tourismus ist für ihn wie immer eine Selbstverständlichkeit. Mit Peter Göbel ist er seit über 30 Jahren befreundet, daher hat er beste Erinnerungen an das Sauerland.

Mit über 6.000 Betten und einer großen Stadthalle kann das touristisch gut aufgestellte Schmallenberg den Besuch der Porsche-Gemeinde am ersten September-Wochenende mühelos stemmen, und die Stadt bietet mit ihrer überschaubaren Größe von rund 24.000 Einwohnern einen weiteren großen strategischen Vorteil: Rund die Hälfte der Fläche ist von Wald bedeckt, und das in einem schützenden Tal liegende Städtchen ist gleich von drei Mittelgebirgszügen mit kurvenreichen Straßen umzingelt. „Du bist nach anderthalb Kilometern in wenigen Minuten aus der Stadt raus in der schönen Landschaft“, sagt Organisator Peter Göbel.

Gutes Verhältnis zu den Behörden: beim letzten Besuch war auch die Polizei mit Begeisterung zur Stelle und kümmerte sich um den reibungslosen Ablauf der Kontrollstelle in Schmallenberg. In diesem Jahr werden die Fahrzeuge hier auch zur Startaufstellung parken, Zuschauer sind wie immer herzlich willkommen.

Zum Automobil hat Schmallenberg schon seit den Pioniertagen ein gutes Verhältnis. Das erste Auto, das ein Arzt 1908 im Ort für 3.000 Goldmark anschaffte, ist eigens urkundlich erwähnt. Im drei Kilometer entfernten Gleidorf finden regelmäßig Autocross-Läufe statt. Und eine in der Region bekannte Oldtimer-Rallye hat Schmallenberg auch im Kalender. Ein weiteres gewichtiges Plus, das für die Rückkehr ins Hochsauerland sprach: Schon jetzt richtet sich das Orga-Team darauf ein, die Auflage des Programmheftes zu erhöhen. Seit Gründung der Agentur Plusrallye säumten bei keiner Veranstaltung mehr begeisterte Fans die Route wie bei der dritten Röhrl-Klassik 2024 im Sauerland.

So schön ist das Sauerland. Kaum rollt man aus Schmallenberg raus, schon begeistern die tollen Straßen durch das Sauerland und durch Hessen. „Und es gibt noch viele Routen, die wir noch auf dem Plan haben“, so Organisator Peter Göbel.

Auch wenn die Rallye ihr fünftes Basislager nur runde 22 Kilometer westlich des dritten aufschlägt und die ein oder andere bereits bekannte Attraktion auf die Teams wartet, besteht keine Gefahr, dass Langeweile aufkommt: „Keine Angst, im Sauerland gibt es so viele Stauseen und schöne Straßen, da fällt uns noch viel mehr ein“, verspricht der gebürtige Sauerländer Peter Göbel.

Nennung startet am 01. April 2026

Die Nennung startet – wie in den Vorjahren – pünktlich am 1. April 2026. Um Mitternacht schalten sich die Formulare automatisch frei, auch in diesem Jahr wird man das Starterfeld auf 170 historische Porsche bis zum Baujahr 1998 begrenzen.


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